Veranstaltung im April 2014

Botox zur Behandlung der Inkontinenz

Nach dem Weggang von Dr. Schwalenberg aus Leipzig übernahm dankenswerterweise Herr Dr. Gonsior die Patenschaft über unsere Selbsthilfegruppe. Er führte sich bei uns mit einem sehr interessanten Vortrag ein.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Inkontinenz zu behandeln. Eine davon ist das Einspritzen von Botox in den Blasenmuskel. Diese Methode wird bei Dranginkontinenz angewendet. Deren Ursachen liegen im ZNS/ sind neurogener Art oder befinden sich in der Blase selbst, z.B. bei Bestrahlungsfolgen. Botox ist das stärkste Gift der Welt, wurde 2011 für die Behandlung der Blase zugelassen und 2013 für jegliche Art der Dranginkontinenz. Dr. Gonsior zeigte in Bildern sehr anschaulich die Injektion in den Blasenmuskel. Botox und der Rezeptor werden zusammen abgebaut. Als Vorteile gelten die starke Wirkung, wenig Nebenwirkungen, die Behandlung ist wiederholbar, hält 3-9 Monate, es sind keine Allergien bekannt und die Kasse bezahlt. Nachteile sind die Narkose, es ist ein operativer Eingriff und verbunden mit einem Klinikaufenthalt von 1-2 Tagen.

In der anschließenden Diskussion wurden viele Fragen zur Wirksamkeit und Anwendung gestellt. Auch die Behandlung bei interstitieller Zystitis kam zur Sprache.

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