Bildungsfahrt nach Bad Schmiedeberg

Wir hatten schon die Befürchtung, dass unsere diesjährige Bildungsfahrt ausfallen muss. Trotz unzähliger Bemühungen klappte es mit keinem unserer vorgesehenen Ziele. Dann erhielt Frau Bischof den Hinweis, sich doch in Bad Schmiedeberg zu erkundigen. Nach mehreren Telefonaten mit Frau Paul stand fest, dass wir das Eisenmoorbad in Bad Schmiedeberg besuchen werden.

Am 01. November 2015 fuhren wir mit dem Bus nach Bad Schmiedeberg. Dort empfing uns Frau Paul, eine Mitarbeiterin vom Gästeservice. Sie begrüßte uns sehr herzlich und führte uns zum Jugendstilkurhaus, einem wunderschönen Gebäude. Hier erhielten wir einen kurzen Einblick in die Geschichte des Eisenmoorbades. Es hat ein äußerst umfangreiches Programm zu bieten. In zwei Kliniken werden z.B. orthopädische Probleme und Frauenkrankheiten behandelt. Hier wird noch mit Naturmoor gearbeitet. Eine gute Heilkraft haben die Mineralwasser und es wird sogar Radon abgegeben. Seit 2007 ist die Klinik Kneipp-Heilbad. Stationäre Reha-Maßnahmen werden fast nur für Patienten im Arbeitsprozess bewilligt. Rentner können sich für eine ambulante Präventionskur bei ihrer Krankenkasse bewerben. Neben den zwei Kliniken gibt es noch mehrere andere Gebäude, in denen sich die Kurgäste während ihres Aufenthaltes wohlfühlen können. Ein umfangreiches Angebot kann auch von privaten Besuchern ganzjährig genutzt werden.

Um 10.00 Uhr empfing uns Frau Schneider, die Ernährungsberaterin. Sie machte uns mit den Bestandteilen unserer Ernährung vertraut und erläuterte uns die Ernährungspyramide. In ihrem schwungvollen Vortrag ging sie auf die unterschiedlichen Nahrungsmittel ein. Obwohl sich die meisten von uns schon länger mit gesunder Ernährung beschäftigen, gibt es immer wieder Feinheiten, die einem so noch nicht bewusst waren. Frau Schneider beantwortete jede unserer Fragen engagiert und ausführlich. Als Fazit kann wohl gelten: die Menge ist ausschlaggebend. Alle Nahrungsmittel sind wichtig für den Körper, aber wir müssen sie in den richtigen Relationen zu uns nehmen.

Nach einem schmackhaften Mittagessen, serviert im Jugendstilkurhaus, entführte uns Frau Paul in den großen Kurpark. Statt Novembertristesse empfing uns strahlender Sonnenschein. Wir fühlten uns wie im goldenen Oktober und nutzten die warmen Strahlen. Frau Paul zeigte und erklärte uns mit viel Leidenschaft die einzelnen Gebäude und Kureinrichtungen. In der Teestube war schmackhafter Kräutertee für uns vorbereitet. Die Kneipp-Anlage im Park war zwar ohne Wasser, dafür punktete der überdachte Kneipp-Garten. Umgeben von Gräsern und Kräutern und trotzdem warm und trocken, sind diese Becken ganzjährig nutzbar. Imponierend war auch die Mooranlage. Sonst kennt man nur die Packungen, aber kein Naturmoor mehr.

Am Rande des weitläufigen Parks befindet sich eine Pflegeeinrichtung. So können z.B. pflegende Angehörige in der Klinik eine Auszeit genießen und wissen gleichzeitig nebenan ihre Lieben gut versorgt.

Inzwischen war schon Nachmittag geworden und wir konnten uns mit Kaffee und Kuchen stärken.

Frau Paul hatte Informationsmaterial für uns zusammenstellen lassen.

Die Führung und die umfangreichen Angebote auch für Kurzaufenthalte lassen in uns den Wunsch aufkommen, vielleicht im nächsten Jahr als Gruppe einige Tage hier zu verbringen.

Wir bedankten uns ganz herzlich bei Frau Paul und wünschten uns gegenseitig alles Gute.

Ein erlebnisreicher Tag mit vielen neuen Eindrücken ging seinem Ende entgegen. Man sollte solche Möglichkeiten, die fast „vor der Haustür liegen“, viel öfter nutzen.

Unser Busfahrer brachte uns wohlbehalten nach Leipzig zurück.

shg_leipzig