Veranstaltung im Oktober 2017

Demenz: Arten-Entstehungsweise-Behandlung

Herr Behnke arbeitet als Referent für Rettungsmedizin/Notfallmedizin und Geriatrie. Er bildet Pflegekräfte aus.

Demenz ist eine Erkrankung in bestimmten Arealen des Gehirns. Mit dem Begriff wird schwammig umgegangen.
Beim Gehirn unterscheiden wir: Stammhirn, Limbisches System (betrifft Emotionen) und Endhirn (rechte und linke Hälfte). Das Gedächtnis sitzt in den Schläfenlappen. Alles ist in den Körperhälften diametral (d.h. entgegengesetzt) verschaltet.Demenz kann man übersetzen mit „weg vom Geist“, Verlust des Verstandes.
1901 kam ein Patient zum Arzt Alois Alzheimer und sagte: „Ich habe mich selbst verloren…“. Dieser diagnostizierte eine hirnorganische Erkrankung.
Dabei ist eine pathologische Abgrenzung nötig: Inhalte können auch bei längerem Nachdenken nicht zurückgeholt werden.

Für Menschen ist Isolation schädlich und begünstigt das Entstehen von Demenz. Ganz wichtig ist eine umfangreiche Kommunikation.

Besteht der Verdacht auf Demenz können Tests durchgeführt werden, z.B. der Test auf milde kognitive Beeinträchtigung (MCI) bei erhaltener Alltagskompetenz; dann folgen organische Tests.
Verantwortlich für Demenz sind die Blutgruppe, der Genfaktor/ein Gendefekt, Vergiftungen oder schwere neurologische Erkrankungen.
Tritt Demenz vor dem 65. Lebensjahr ein spricht man von früher, nach dem 65. Lebensjahr von später Demenz.
Es gibt drei Stadien, die insgesamt über ca. 7 Jahre verlaufen. Sie betreffen das Kurz- und Langzeitgedächtnis, das sensorische und motorische Nervensystem.
Ein Herpes-Virus kann zu Demenz führen. Als Gegenmittel muss man das Immunsystem stärken. (Auch bei Gürtelrose kommt es zu Nervenschädigungen.)
Wichtig sind also zur Vorbeugung: geistige und körperliche Fitness, Stärkung des Immunsystems und die Ernährung.

Zur Ernährung:
Zucker vermeiden, aber Kohlehydrate zu sich nehmen, auf ungesättigte Fette und Eiweiße achten.
Gern wird Vitamin B12 verordnet, das muss man aber aus der Nahrung zu sich nehmen.
Zwei Drittel der Nahrung müssen basisch sein.Die Zellen mit pH-Wert 7,36 sind basisch eingestellt. Viel Zucker, Alkohol führen zu einer Versauerung des Körpers. Es entstehen freie Radikale, diese führen zur Zellschädigung und zum Leistungsabfall.
Die Nahrung muss ballaststoffreich sein. Aber: Vollkorn entzieht Flüssigkeit, quillt auf und bläht. Deshalb muss man viel trinken und eine geregelte Darmbewegung gewährleisten.
Der Körper funktioniert systemisch, nichts ist isoliert in der Medizin.

Alzheimer ist eine Art der Demenz. In 50 Jahren hat sich die Patientenzahl verdreifacht und Krebs als zweithäufigste Todesursache überrundet.
Selbstheilungskräfte, Immunsystem Placeboeffekt spielen eine Rolle.Die Behandlung wird durch den Arzt bzw. Pharmaka unterstützt. Lebensumstände und Lebensweise haben Einfluss. Z.B. sind 3 Mahlzeiten wichtig, nicht 5 kleine.
Was ist Demenz? Wo entsteht DAT?
Beeinträchtigung von Gedächtnis, Orientierung, Sprache, Handeln, Erkennen von Menschen und Gegenständen, beim Planen alltäglicher Dinge, des autonomen Handelns sind Stufen bei Demenz.
Bei Alzheimer-Demenz erfolgt eine Schrumpfung des Gehirngewebes.
Zur Diagnose kann eine Liquoruntersuchung gemacht werden, wenn keine Hirnwasserabflussstörung vorliegt. (über Lubalpunktion nachdenken)

Risikofaktoren für Demenz:
Diabetes 2-3fach
erkrankte Herzkranzgefäße 2-4fach
Bluthochdruck 4-5fach
Herzrhythmusstörungen 6-18fach
Rauchen 1-2fach
Übergewicht 1-2fach
hohes Cholesterin 2fach
Alkoholsucht 2-3fach