Veranstaltung im Januar 2017

Am 09. Januar 2017 hatten wir wieder Frau Dr. Stark zu Gast. Sie arbeitet in der Gynäkologie der Uniklinik Leipzig.

Frau Dr. Stark informierte uns bereits vor einiger Zeit über Therapiemöglichkeiten bei Belastungsinkontinenz. Diesmal sprach sie über Dranginkontinenz.

Sie begann mit der Anatomie der entsprechenden Organe, kam dann zur Definition von Inkontinenz. Es gibt verschiedene Formen der Inkontinenz, eine davon ist die Dranginkontinenz. Frau Dr. Stark erläuterte die Definition und die Auswirkungen von Dranginkontinenz.Leider ist Inkontinenz noch immer ein Tabuthema.

Zu den Risikofaktoren gehören Übergewicht, Rauchen und Koffein.Die Ursachen sind vielfältig.

Bevor die Diagnose gestellt werden kann, muss eine Anamnese durchgeführt werden. Anschließend kommt es zu verschiedenen Untersuchungen: Urinanalyse. Sonografie, urodynamische Messung, Zystoskopie, AUG, CT, MRT. Auch das Führen eines Miktionstagebuches wird angeraten.

Dann wird die Therapie festgelegt.

Oft bringen schon die Veränderung des Verhaltens und ein besseres Flüssigkeitsmanagement positive Ergebnisse. Eine Gewichtsreduzierung und die Aufgabe des Rauchens sollten folgen. Vielen Patienten hilft es, wenn sie Inkontinenzartikel verschrieben bekommen. Sie sollten auch die Möglichkeit erhalten, bei Fachkräften ein sachgerechtes Beckenbodentraining zu erlernen und dieses dann zu Hause regelmäßig durchführen. Oft hilft auch die Verabreichung von Östrogenen.Der nächste Schritt ist die medikamentöse Therapie. Es werden meist Tabletten verordnet oder auch Pflaster. Leider wurde Betmiga wieder vom Markt genommen, da es angeblich keinen Zusatznutzen hat. Es kann aber auch bei Patienten mit grünem Star verordnet werden und hat weniger Nebenwirkungen.Hilft das alles nichts, stehen noch die Botoxspritzung, der Blasenschrittmacher und andere operative Therapien zur Verfügung.

Wie immer beantwortete Frau Dr. Stark nach ihrem Vortrag wieder geduldig unsere Fragen.