Tag der offenen Tür an der Uni Leipzig am 18.06.16

Als Leiter des Kontinenzzentrums an der Urologie der Uni Leipzig führte Herr Dr. Gonsior wieder durch die Veranstaltung.

Frau Dr. Herrmann, ebenfalls Urologin, referierte zum Thema „Was macht denn mein Arzt-welche Untersuchungen sind notwendig. Dabei kam sie von den allgemeinen Untersuchungen (Anamnese, körperlich, Ultraschall, Labor) zu den speziellen (Blasenspiegelung, Harnstrahlmessung, Röntgen, Schließmuskeltestung,Blasendruckmessung).

Die Neurologin Frau Dr. Haars erläuterte, welche Rolle neurologische Erkrankungen bei Inkontinenz und Blasenfunktionsstörungen spielen. Nach der Definition und den Ursachen für eine neurogene Blase sprach sie zum Zusammenhang von Gehirn und Blase. Nach Beispielen für neurogene Blasenstörungen verwies sie auf Begleitsymptome, die an eine neurologische Schädigung denken lassen.

Herr Dr. Gonsior bearbeitete das Thema „Blasenschrittmacher und Botox für die Harnblase?“. Er stellte die Physiologie der Harnblase dar, ihre Steuerung und Funktionsstörungen von Blase und Darm. Zu den bekannten Therapien gehören heute auch das Spritzen des Nervengiftes Botox oder das Einsetzen eines Blasenschrittmachers. Herr Dr. Gonsior ging auf beides ausführlich ein.

Die Gynäkologin Frau Dr. Stark sprach zu alternativer Medizin bei der Blasenentzündung.Vorbeugen ist immer besser als Heilen. Dazu gehören die richtige Trinkmenge und das angemessene Hygieneverhalten ebenso wie eine gesunde Ernährung.Sind das Mikrobiom Darm oder das Mikrobiom Vagina verändert, hat das Auswirkungen auf den Körper. Vor allem muss die Bakterienbesiedlung untersucht und gegebenenfalls reguliert werden. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Frau Dr. Stark erläuterte diejenigen, die bereits durch Studien bestätigt sind. Man sollte aber auch Akupunktur oder Homöopathie in Erwägung ziehen.

Die Referenten standen für persönliche Fragen zur Verfügung. Nach der Podiumsdiskussion gab es Mitmachangebote zum Ausprobieren. Die Physiotherapeutinnen gaben Tipps für den Alltag und zeigten individuelle Übungen auf einer Aktionsfläche.Eine Präsentation von Heil- und Hilfsmitteln vervollständigte die Veranstaltung.Außerdem fand eine Demonstration zum Erlernen des Selbstkatheterismus sowie zur Darmspülung statt.