Veranstaltung im Januar 2015

Sozialrechtliche Probleme

Am 12. Januar 2015 war Herr Meding vom Sozialverband VdK bei uns zu Gast. Er sprach zu sozialrechtlichen Problemen. Dabei verwies er auf viele Beispiele aus der täglichen Praxis des VdK.

Bei Neuregelungen im Bereich des Sozialrechts verzeichnet der Verband einen sofortigen Zuwachs an neuen Mitgliedern. Es zeigt sich, dass die meisten positiven Entscheidungen eingeklagt werden müssen. Wenn 100 Bescheide ablehnend erstellt werden, gehen ca. 40 Personen in Widerspruch. Bei dessen Zurückweisung klagen ca. 20 Betroffene. Diese Klagen werden meist auch ablehnend beschieden. Oder es ergeht ein Einzelfallbescheid per Vergleich. So kann das Urteil nicht auf ähnliche Fälle übertragen werden. Bei Anträgen zum Schwerbehindertenrecht (GdB) gibt es kaum Zusagen.

Viele wissen nicht, dass die Sozialgerichtsbarkeit kostenlos ist. Aber man braucht einen guten Rechtsbeistand.
Der Arzt muss auf unserer Seite sein, denn die Behörde entscheidet auf der Grundlage des Befundes.

Herr Meding erläuterte uns viele interessante Fälle, die er selbst erlebt hat. Zum Beispiel bekam ein Mandant statt einer stationären eine ambulante Reha zugesprochen. Eine Überprüfung ergab, dass der Patient die Reha-Einrichtung auf Grund der Möglichkeiten des ÖPNV  gar nicht täglich aufsuchen konnte.
Während einer Reha sollte der Behandlungsplan kopiert werden, damit ein evt. falscher Rehabericht angefochten werden kann.

Hat der Mandant eine Rechtsschutzversicherung, arbeitet der VdK mit dieser zusammen.

Achtung! Der Unfallversicherung ist eine Veränderung des Gesundheitszustandes umgehend mitzuteilen.

Der Gesamt-GdB ist nicht gleich der Summe der einzelnen GdB!

Zum Abschluss gab uns Herr Meding einen Überblick über die Änderungen ab 2015.