Veranstaltung im November 2014

Naturmedizinische Mitbehandlung bei Inkontinenz

Frau Dr. Görgner ist Anästhesistin und hat viele Jahre als Notärztin gearbeitet. Zusätzlich machte sie eine Ausbildung in Naturmedizin. Heute ist sie leitende Oberärztin für Naturmedizin an der Klinik Borna. So kann sie ideal Schul- und Naturmedizin miteinander verbinden.

Naturmedizin behandelt die Dinge durch das Gegenteil: z.B. Kaltes erwärmen, Heißes abkühlen…
Entscheidend ist: Wer braucht was und warum.

In der Naturmedizin wird nach Konstitutionsmerkmalen eingeteilt: sthenische (straff) und asthenische (schlaff) Typen und Mischformen. Sthenische Typen haben zu heißes, zu trockenes, zu straffes Bindegewebe, Muskeln und Haut. Verstopfungen und Durchfall wechseln, der Anus ist durch Stechen, Brennen und Drang belastet. Koliken treten heiß auf. Bei asthenischer Konstitution sind Bindegewebe, Muskeln und Haut zu kalt, zu feucht, zu schlaff. Es kommt fast nie zu Durchfall, aber zu Verstopfung. Am Anus treten Prolaps, Lähmungen, Hämorrhoiden auf. Füße und Beine sind chronisch kalt und Varizen keine Seltenheit. Ähnlich sind die Symptome bei sthenischer und asthenischer Reizblase.

Die Therapie steht auf fünf Säulen:
Bewegungstherapie soll das Bedürfnis nach Bewegung wecken.
Ernährungstherapie beeinflusst Erkrankungen direkt durch Ernährungsumstellung. Ein kluger Mann sagte vor langer Zeit: Eure Nahrungsmittel seien eure Heilmittel!
Phytotherapie behandelt auf pflanzlicher Basis.
Ordnungstherapie schafft ein Gleichgewicht zwischen Anspannung und Entspannung.
Hydrotherapie behandelt mit Wasser.

Zwischen den beiden Konstitutionsformen gibt es noch viele Mischformen. So muss die Therapie auf genauer Kenntnis des jeweiligen Patienten beruhen.