Veranstaltung im Dezember 2018

Am 10. Dezember 2018 fanden wir uns wieder zu unserer alljährlichen Weihnachtsfeier zusammen.
Nach einem kurzen Jahresrückblick und einigen Informationen trugen Mitglieder der SHG Gedichte und
kurze Geschichten zur Weihnachtszeit vor.
Dann saßen wir in fröhlicher Runde beisammen und genossen die wieder liebevoll vorbereiteten Speisen
und Getränke.
So konnte das Jahr 2018 ruhig und besinnlich ausklingen.

Veranstaltung im November 2018

Am 12.11.2018 hatten wir Frau Klass zu Gast. Sie ist die Leiterin der SKIS beim Gesundheitsamt Leipzig.
Frau Klass half uns, die Aufgaben, die von einer Selbsthilfegruppe regelmäßig zu bewältigen sind, zu verteilen.
Anschließend bereiteten wir die Jahresabschlussfeier vor.

Veranstaltung im Oktober 2018

Am 08.09.2018 war Frau Quent bei uns zu Gast. Frau Quent ist Physiotherapeutin und arbeitet nur im Inkontinenzbereich.
Sie hatte nach ihrer Entbindung selbst Probleme im Beckenbodenbereich, recherchierte und kam so zum Beckenbodentraining.
Sie integriert ihr Training in den Alltag.
Man muss den Beckenboden spüren ( die knöchernen Strukturen sind Halteapparate für die Muskeln ) und die Atmung einbeziehen.
Mit Hilfe von Reissäckchen führten wir die ersten Übungen durch.
Die Blase ähnelt einem Luftballon. Man kann sie trainieren und sollte dabei mit ihr sprechen.
Beim Training muss beachtet werden, dass Kiefer / Hals / Stimme / Kehlkopf bzw. Zwerchfell bzw. Beckenboden im Zusammenhang stehen. Dadurch können wechselseitige Erfolge erzielt werden.
Die Freundin von Frau Quent demonstrierte einige Übungen zur Kräftigung des Beckenbodens.
Frau Quent zeigte uns abschließend noch vielfältige Hilfsmittel.

Veranstaltung im September 2018

Offene Runde

Am 10. September trafen wir uns planmäßig und diskutierten über die Zukunft unserer Selbsthilfegruppe.
Aus gesundheitlichen und Altersgründen wird es für uns immer schwieriger, die Organisation und die Leitung der SHG zu gewährleisten.
Hoffentlich müssen wir nicht zum Jahresende die SHG auflösen.

Veranstaltung im Juni 2018

Am 02. Juni 2018 fand am UKL wieder der Tag der offenen Tür des Kontinenzzentrums statt.

Herr Dr. Gonsior begrüßte die  zahlreich erschienenen Zuhörer und stellte kurz das Kontinenzzentrum vor.

Kontinenzerhalt durch den OP-Roboter, der da-Vinci im Einsatz. Herr Dr. Franz berichtete über den Einsatz des da-Vinci-Roboters bei der Krebstherapie

Warum entleert sich meine Blase nicht, warum tropft es? Dazu sprach Herr Dr. Gonsior.

Senkung und Prolaps – ist eine OP vermeidbar? Diesem Thema widmete sich Frau Dr. Stark.

Es schmiert am Po – Fisteln und Co. Herr Dr. Feisthammel sprach über Stuhl-, Schleim- und Blutschmieren.

Eine neue Idee: Laser bei Inkontinenz und Atrophie. Diese Herangehensweise stellte Herr Dr. Kempe vor

Veranstaltung im April 2018

Unsere Zusammenkunft am 09. April 2018 nannten wir offene Runde. Sie diente dem Erfahrungsaustausch und dem Gespräch über vergangene und zukünftige Veranstaltungen. Unterschiedliche Meinungen gab es darüber, ob künftige Treffen immer am
zweiten Montag, immer im Seminarraum stattfinden müssen und immer ein Referent einzuladen ist.
Ein Mitglied der Selbsthilfegruppe sprach dann in einer Diskussionsgrundlage zum Thema „Was kann Selbsthilfe bewirken und wo liegen ihre Grenzen?“. Auch dazu äußerten sich die Teilnehmer.

Veranstaltung im März 2018

Am 12. März 2018 informierte uns Frau Dr. Schlick über Afterveränderungen.

Nach ihrer Aussage gehört die Diagnose „Hämorrhoiden“ zu den häufigsten Fehldiagnosen.
Wir haben alle Hämorrhoiden, äußere und innere. Das sind arteriell gespeiste Schwellkörper und sie liegen innen. Ihre Funktion besteht darin, die Feinkontinenz zu ermöglichen. Hämorrhoidenleiden meinen vergrößerte Hämorrhoiden mit Symptomen. Diese können sich nach außen verschieben und sind dann zu sehen. Es werden vier Stadien unterschieden und man muss sie vom Rektumprolaps abgrenzen.
Hämorrhoidalleiden sind gekennzeichnet durch Blutung, Nässen, Jucken, Fremdkörpergefühl, aber kein Schmerz.
Mit viel Bildmaterial veranschaulichte Frau Dr. Schlick die unterschiedlichen Aussagen und informierte uns über Diagnostik und mögliche Therapien. Selten muss operiert werden. Zuerst sollten konservative Möglichkeiten genutzt werden, von denen es einige gibt. Erst wenn sich der ganze Hämorrhoidenring gelockert hat, ist eine OP nach Milligan und Morgan angebracht.

Dann gibt es noch die Analvenenthrombose. Sie entsteht plötzlich, nervt, tut weh, kann platzen, ist aber harmlos.
Marisken sind anale Hautfalten. Sie haben keine Pathologie, machen keine Beschwerden, erfordern eine intensive Reinigung.
Condylome sind Feigwarzen. Sie können bösartig werden. Deshalb sollte dagegen vor dem ersten Sexualverkehr geimpft werden.

Abzugrenzen sind diese Diagnosen vom Rektumprolaps und vom Analkarzinom.
Es sind also nicht alles Hämorrhoiden. Bei suspektem Gewebe ist immer eine Histologie erforderlich.

Veranstaltung im Februar 2018

Am 12. März 2018 sprach Herr Dietrich über „Die lebenslange Nachsorge bei neurogenen Blasenfunktionsstörungen“. Herr Dietrich vertritt die Firma Coloplast, einen dänischen Medizinproduktehersteller.

Herr Dietrich stellte sich vor und behandelte dann kurz die unterschiedlichen Formen der Inkontinenz.
Inkontinenz ist relativ häufig, es entsteht ein hoher Leidensdruck. Den Betroffenen fällt es schwer, sich zu öffnen. Das hat Auswirkungen bis hin zur Eigenisolation. Sie entwickeln Coping-Strategien (sich um etwas drücken). Es kommt zu zwei Formen: Harnverhalt oder Inkontinenz (das hat etwas mit dem Verhältnis Schließmuskel- Blase zu tun).

Es gibt Stressinkontinenz, Reflexinkontinenz, subraspinale Reflexinkontinenz, Überlaufinkontinenz, Dranginkontinenz.
Bei der Überlaufinkontinenz wird die Blase nie richtig leer, der Spüleffekt fehlt und es kommt zu häufigen Harnwegsinfekten..
Therapien müssen zum Patienten passen. Oft bringen bereits eine Anpassung der Gewohnheiten bzw. der Umgebung Verbesserungen. Es sollten der Beckenboden und das Blasenfüllungsvolumen trainiert werden.
Bei der medikamentösen Behandlung muss man auf eine gekonnte Medikamentenkomposition achten.
Manchmal bleibt aber auch nur noch eine operative Behandlung.

Formen der Versorgung:
Am häufigsten sind aufsaugende Systeme. Hierbei kann es zu Hautreizungen kommen bzw. sie tragen auf. Es sind deshalb gewisse Qualitätsanforderungen zu beachten.
Die Firma Coloplast stellt für Männer Kondomurinale her. Dazu gibt es Beinbeutel und Nachtbeutel mit Zubehör.
Dauerkatheter sind keine optimale Lösung für längere Zeit, besser sind Einmalkatheter. Die Katheter sollte man aber nicht einfach gegen Kondomurinale austauschen, sondern man muss die Ursache der Verordnung beachten.
Für Stuhlinkontinenz gibt es ein Irrigationsset, das für eine sehr gute Darmentleerung sorgt. Es ist auch bei Verstopfung ein sehr gutes Hilfsmittel.
Für Stuhlinkontinenz gibt es auch Anal-Tampons, die bei starkem Durchfall aber nicht reichen.

Diese Hilfsmittel können über den Hausarzt verordnet werden. Sie belasten nicht das Budget des Arztes.
Abschließend informierte uns Herr Dietrich über Umfang und Qualität der Versorgung und über die Rolle der Nachversorger.

 

Veranstaltung im Januar 2018

Nahrungsmittelunverträglichkeit – LMU

Herr Behnke hat das Thema eingegrenzt und sprach über Nahrunsmittelunverträglichkeit. Er unterschied Lebensmittelunverträglichkeit von Lebensmittelallergie. Dann nannte er Beispiele für Nahrungsmittelintoleranzen.

Eine Nahrungsmittelunverträglichkeit ist eine Nahrungsmittelintoleranz (z.B. auf Laktose) oder eine andere immunologische Reaktion (z.B. Zöliakie), eine allergische Reaktion, eine toxische Reaktion, eine organische Erkrankung (z.B. des Magen-Darm-Traktes) oder eine funktionale Erkrankung (z.B. das Reizdarmsyndrom). Dabei gibt es Interaktionen, das heißt man kann nicht sagen, was zuerst da war.

Ursachen der LMU sind vererbte Störungen, früher Kontakt mit unbekannten Stoffen, Schäden der Darmmikrobiotika, Störungen im Immunsystem, generelle Allergieneigungen, Medikamente, Kreuzallergien (allergene Ähnlichkeit).

Symptome sind Bauchkrämpfe/aufgeblähter Bauch, Verdaungsbeschwerden/Gasbildung, Hustenattacken, Hautausschläge/Quaddeln, Durchfall/Verstopfung, Übelkeit/Sodbrennen.
Abschließend führte Herr Behnke noch viele Erläuterungen zu den einzelnen Nahrungsmittelunverträglichkeiten auf.